Obwohl man wieder einmal nicht in kompletter Besetzung antreten konnte, diesmal fehlten gleich Barbara Sundermann, Michele Ramö, Charlotte Hochstetter und auch Neuzugang Anne Panther, ging das Team von Bogdan Suciu zunächst mit sehr viel Selbstbewusstsein in die Partie. Gleich zu Beginn konnte man sich eine kleine Führung erspielen. Doch mit zunehmender Spielzeit gewannen die Panthers die Oberhand und konnten das erste Viertel mit 25:12 schon sehr deutlich gestalten. Aber auch im zweiten Viertel gelang es den jungen Bonnerinnen immer wieder, die Defense der Osnabrückerinnen zu überspielen. Leider haperte es immer wieder am Abschluss. Hinzu kam die körperliche Überlegenheit, die sich vor allem am Brett abzeichnete. Doch das Suciu-Team hielt den Kopf oben und nahm immer wieder den Kampf an. Dann der Schreck gegen Ende des zweiten Viertels; in einer Verteidigungsaktion zog sich die sehr stark aufspielende Ricarda Huljev einen schweren offenen Fingerbruch zu, so dass sogar der Notarzt gerufen werden musste.
Das brachte zunächst unvermeidlich einen Bruch ins Bonner Spiel, der sich auch im Dritten Viertel noch bemerkbar machte. Nun machte es sich aber auch bemerkbar, dass die Bonnerinnen Routine mit schwierigen Situationen haben. Mutig stemmte sich die verbliebene Rumpftruppe gegen die unvermeidlich hohe Niederlage. Es gelangen immer wieder gute Aktionen, die sogar vom sehr fairen Osnabrücker Publikum beklatscht wurden. So konnte das letzte Viertel ansehnlich mit einem 19:14 beendet werden. Coach Suciu: „Auch wenn das nur nach Ergebniskosmetik aussieht, versuchen wir immer wieder erneut positive Sequenzen zu erzielen, auch in so schweren Spielen. Wir benötigen jede Minute Spielzeit, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Bei den meisten Spielerinnen zeichnet sich daher eine positive Formkurve ab. Um so ärgerlicher ist die Verletzung von Ricarda, die als ehemalige Oberligaspielerin aus Köln, konstant immer bessere Leistungen in der Bundesliga abrufen kann.“
Bleibt zu hoffen, dass man kommenden Sonntag in Quakenbrück wieder vollzähliger antreten kann.
Ricarda Huljev wurde noch am gleichen Abend von einem Spezialisten im Osnabrücker Marienhospital operiert. Dank Teilnarkose konnte Teammanager Thomas Modrack die Spielerin am späten Abend noch nach Hause holen. Die toughe Kroatin muss nun ca. 6 Wochen pausieren, plant aber dennoch, im Rahmen der Möglichkeiten zu trainieren.
Pressestelle BG Rentrop Bonn